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Marketing

Werbung macht unglücklich – Was tun, Werbetreibender?

Wissenschaftler der Universität Warwick haben in einer Studie untersucht, wie Werbung die Lebenszufriedenheit beeinflusst. Dazu haben sie Umfragen von 900.000 EU-Bürgerinnen ausgewertet und einen einfachen Zusammenhang gefunden:

Je mehr Geld in einer Volkswirtschaft für Werbung ausgegeben wird, desto unzufriedener sind die Bürger mit ihrem Leben.

Dieser Zusammenhang ist intuitiv verständlich. Schließlich kaufen Menschen erst etwas, wenn sie unzufrieden sind und einen Mangel empfinden. Die Aufgabe von Werbung ist es, diesen Mangel bewusst zu machen (oder einzureden).

Werbetreibende flüchten sich in die Argumentation, dass Konsumenten erst durch Werbung neue, spannende Dinge entdecken und dadurch der allgemeine Wohlstand steigt. Aber dafür gibt es keinerlei empirische Anhaltspunkte.

Muss ich als Werbetreibender also meinen Beruf wechseln, wenn ich nicht die steigene Unzufriedenheit meiner Mitbürger mit verantworten möchte?

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Datenschutz Marketing

Analytics ohne Cookie-Hinweis: So wird Datenschutz zum Wettbewerbsvorteil

Eine erste Version dieses Artikels habe ich im Juni 2020 geschrieben. Seitdem hat sich viel getan, weswegen ich den Artikel überarbeitet habe. Kommentare können sich auf die erste Version beziehen.

Ende Mai 2020 hat ein Urteil des Bundesgerichtshofs die Opt-in-Pflicht für viele Cookies auch für Deutschland bestätigt. Das BGH hat damit die Rechte der Nutzerinnen gestärkt und dem detaillierten Tracking im Online Marketing Grenzen gesetzt.

Spätestens seit diesem Urteil muss sich jede Website-Betreiberin die Frage stellen, ob detailliertes Tracking nicht mehr Schaden bringt als Nutzen stiftet. Ich behaupte, dass es für die allermeisten Websites auch aus ökonomischer Perspektive die klügere Entscheidung wäre, auf datenschutzfreundliche Analysetools zu setzen.

Die Argumentation folgt diesen Schritten:

  1. Die Nachteile von Cookie-Hinweisen in Wort und Bild
  2. Die Abwägung zwischen Nervfaktor und Datenqualität
  3. Es gibt Alternativen zum üblichen Web-Tracking
  4. Datenschutzfreundliche Konfiguration von kompletten Tracking-Suites
  5. Per Design datenschutzfreundliche Webanalyse-Tools
  6. Minimalistische Erfassung der Website-Nutzung per WordPress-Plugin
  7. Datenschutzfreundliche Analytics versus detailliertes Tracking
  8. Fazit
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Nachhaltigkeit Unternehmertum

NEU: ein Verzeichnis von Dienstleister*innen, die auch im Digitalen auf Nachhaltigkeit achten

Eigentlich könnte eine digitalisierte Welt eine deutlich ökologischere und gerechtere Welt sein. Doch leider wird dieses Potenzial bisher kaum ausgeschöpft.

Ganz im Gegenteil: Das Internet hat auch schon vor Corona den Flugverkehr als Emissionsschleuder überholt und die Mechanismen des Überwachungskapitalismus machen eine kleine Minderheit noch reicher, während dessen krasse Nebenwirkungen für alle immer spürbarer werden. (Falls dir dieser Absatz übertrieben vorkommt, findest du hier Lesestoff.)

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Marketing

Das wichtigste Instrument meines Marketings? Mein Blog!

Blogs sind tot!“ Das ist zumindest seit mehr als 10 Jahren regelmäßig zu lesen.

Die Vorwürfe an Blogs sind meistens die gleichen. Es würde alles fehlen, was Social Media oder modernes Marketing ausmacht: Austausch, Reichweite, Videos.

Wenn ich Unternehmen einen Blog (oder Magazin für alle, die eine Allergie gegen das Wort „Blog“ haben, weil es so nerdig klingt) als zentralen Baustein einer nachhaltigen Online Marketing Strategie empfehle, dann ernte ich viel zu häufig erst einmal Unverständnis:

Echt? Gibt es da nix Moderneres? Funktioniert das noch?

O-Ton diese Woche

Weil die konkreten Beispiele immer die überzeugendste Antwort sind, schreibe ich hier auf, wie und warum dieser Blog für mich das zentrale Instrument meines Marketings ist.

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Marketing

Behavioral Targeting 2021: Wenig rentabel und moralisch fragwürdig

Behavioral Targeting – die Ausrichtung von Anzeigen auf das Nutzerverhalten – hat das Internet in den letzten zwei Dekaden geformt. Der personalisierten Werbung haben wir viele kostenfreie Services und eine gigantische Überwachungsinfrastruktur zu verdanken.

Gleichzeitig werden auch weitere, ganz unterschiedliche Probleme wie die steigende gesellschaftliche Polarisierung oder flächendeckender Anzeigenbetrug Behavioral Targeting zugeschrieben.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich dich überzeugen, weniger Geld in Behavioral Targeting zu stecken. Es verursacht nämlich nicht nur gesellschaftliche Probleme, sondern wird durch regulatorische und technische Entwicklungen immer unökonomischer.

Meine ungefähr 10-minütige Lesereise durch die schräge Welt des Behavioral Targeting hält an vier Stationen:

1. Der Siegeszug von Behavioral Targeting
2. Probleme des Behavioral Targeting
3. Wie Behavioral Targeting unter Druck gerät
4. Wie ich 2021 Reichweite aufbaue

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Unternehmertum

Atlas der Selbstständigkeit: Alle Inhalte gibt es jetzt kostenlos

Im letzten Frühjahr habe ich die Website Atlas der Selbstständigkeit aufgesetzt, auf der ich Erfahrungswissen und schnell anwendbare Hilfestellungen für Selbstständige gesammelt habe.

Atlas der Selbstständigkeit
Das mich immer noch sehr inspirierende Logo von Atlas der Selbstständigkeit

Neben einem freien Bereich mit einem Blog gab es auch Premium-Arbeitspakete, die ich über einen Shop verkauft habe.

Heute, gut sechs Monate später, nehme ich die Website wieder vom Netz. Weder die Besucher- noch die Verkaufszahlen haben sich so entwickelt, wie ich mir das erhofft habe.

Damit die Inhalte, in deren Erstellung ich viel Arbeit und Herzblut gesteckt habe, nicht einfach im digitalen Nirvana verschwinden, stelle ich sie zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Ich freue mich sehr, wenn der Atlas so ein wenig weiterlebt und nach wie vor Selbstständigen Orientierung bietet, Wissen vermittelt und zu Abenteuern inspiriert.

Im Nachhinein ist man immer schlauer. Es wäre ja auch schlimm, wenn nicht.

Die folgenden drei Punkte waren mir zwar auch schon vorher klar. Aber jetzt habe ich sie in ihrem ganzen Ausmaß am eigenen Projekt erfahren:

  1. Der eigene Shop war viel Arbeit. Nicht nur hat es der eigentlich simplen Website technische Komplexität hinzugefügt. Es kam auch noch die rechtliche und die buchhalterische Komplexität hinzu. So konnte ich mich kaum freuen, wenn doch mal was gekauft wurde, weil ich den Kunden und die Rechnung in meine Buchhaltungssoftware bekommen musste. Das hätte ich natürlich alles automatisieren können, aber dazu waren die Käufe dann doch zu selten. Beim nächsten Projekt dieser Art würde ich einfach eine Online-Verkaufsplattform wie zum Beispiel digistore24 nutzen. Wenn das Projekt dann wirklich läuft, kann ich mir immer noch den eigenen Shop basteln.
  2. Ich hatte weder einen thematisch engen Fokus, noch war die Zielgruppe besonders spezifisch. Ich vermute, dass ich mich sowohl bei der Erstellung als auch bei der Verbreitung der Inhalte leichter getan hätte, wenn ich mich eingeschränkt hätte. Zum Beispiel, in dem ich nicht generell Selbstständige, sondern Webworker oder Online Marketing Professionals angesprochen hätte. Im Internet tut man sich in der Nische meistens leichter.
  3. Einen Atlas der Selbstständigkeit gibt es natürlich kein zweites Mal. Aber Erfahrungswissen und Hilfestellungen für Selbstständige finden sich schon an vielen gut ausgeschilderten Stellen im Netz. Ich merke gerade, wie ich auf dieser Website mit der doch bisher seltenen „Nachhaltigem Online Marketing“ deutlich mehr Reaktionen hervorrufe als mit meinem Atlas der Selbstständigkeit.

Doch genug der weisen Worte. Ich möchte mich noch bei allen bedanken, die mich mit ihren Ratschlägen, Interviews, Gastbeiträgen und Designexpertisen unterstützt haben, unter anderem:

Vivi D’Angelo, Heiko Kunzmann, Fanny Zschau, Anika Landsteiner, Patrich Schmid, Katrin Rönicke, Tobias Bartels, Ronja Menzel, Dennis Fischer, Claudia Siebenweiber, Sascha Tobias von Herzfeld, Milena Glimbovski, Lyam Bittar, Sandra Staub, Michael Bukowski, Tomas Herzberger, Nicolas Pakai und Maximilian Braun.

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Nachhaltigkeit

Digitale Tools: Wie ich auch im Digitalen auf Nachhaltigkeit achte

Im Analogen achte ich schon jahrelang auf Nachhaltigkeit im Einkauf. Zumindest gebe ich mir meistens Mühe, das öko-zertifizierte Produkt zu finden oder es gleich gebraucht zu kaufen.

Im Digitalen habe ich erst im letzten Jahr begonnen, mich für Nachhaltigkeit zu interessieren. Schließlich ist es nicht so offensichtlich, was Nachhaltigkeit bei digitalen Tools eigentlich ausmacht. Es gibt weder etablierte Labels noch macht ein Konzept wie „Second-Hand“ bei Videokonferenz-Software Sinn.

Leitprinizipien für eine nachhaltige Digitalisierung

Dabei hat natürlich auch die Nutzung digitaler Tools Auswirkungen auf die Welt und beeinflusst den Energie- und Rohstoffverbrauch, die Verteilung des gesellschaftlichen Wohlstands und die der Machtverhältnisse.

Die beiden Wissenschaftler Tilman Santarius und Steffen Lange haben sich intensiv mit den sozialen und ökologischen Konsequenzen der Digitalisierung beschäftigt und in ihrem Buch Smarte grüne Welt? drei Leitprinzipien für eine nachhaltige Digitalisierung formuliert.

Leitprinzipien für nachhaltige Digitalisierung nach Santorius und Lange
3 Leitprinzipien nachhaltiger Digitalisierung nach Santorius und Lange (eigene Darstellung)

7 konkrete Kriterien für digitale Tools

Aus den doch eher allgemein gehaltenen Leitprinzipien habe ich für mich diese Kriterien formuliert:

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Marketing

utm-Parameter: Wie Link-Tagging der Webanalyse hilft (inkl. Excel-Tool)

Es gibt einfache Kniffe, die ich wieder und wieder anwende und die bei (fast) jedem Projekt weiterhelfen. Einer dieser Kniffe ist der Einsatz von utm-Parametern.

Damit lässt sich die Wirkung des eigenen Online Marketings deutlich besser verstehen. Gleichzeitig wird die Privatsphäre der Website-Besucher respektiert, weil weder Tracking Pixel installiert noch personenbezogene Daten erhoben werden.

In diesem Beitrag möchte ich die folgenden Fragen beantworten:

  1. Was sind utm-Parameter?
  2. Wobei helfen utm-Parameter genau?
  3. Welche utm-Parameter erkennt Google Analytics? (inkl. Excel-Tool zur Erstellung der Link-Tags)
  4. Welche Kampagnen-Parameter gibt es bei Matomo (ehemals Piwik)? (inkl. Excel-Tool zur Erstellung der Link-Tags)
  5. Wie lassen sich Kampagnen-Parameter bei anderen Webanalysetools wie zum Beispiel Plausible Analytics einsetzen? (inkl. Excel-Tool zur Erstellung der Link-Tags)
  6. Welche Konventionen sind bei der Benennung der utm-Parameter zu beachten?
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Datenschutz

Warum sich Google Analytics nicht datenschutzkonform einsetzen lässt

Beim Flanieren durchs Internet zeigen die überall aufpoppenden Cookie-Hinweise, dass Google Analytics auch in Deutschland große Verwendung findet.

Wahrscheinlich unterscheidet sich die deutsche Verbreitung dieses Tools kaum von der globalen: Google Analytics hat einen Marktanteil von 85%.

Google Analytics Nutzung nimmt in Deutschland ab.
Immerhin zeigt sich ein erster kleiner Knick in der Nutzung von Google Analytics in Deutschland (Screenshot von builtwith.com).

Dabei gibt es in Deutschland keine Möglichkeit, das Tracking-Tool von Google datenschutzkonform einzusetzen.

Diese Einschätzung habe ich nicht von einem radikalen Nerd abgeschrieben, sondern von der Datenschutzexpertin eines großen deutschen Konzerns, für den ich dieses Jahr gearbeitet habe. Dort wurde Google Analytics daraufhin von allen Websites entfernt.

Die Schritte (wie anonimizeIP, Auftragsverarbeitungsvertrag mit Google, etc.), die gemeinhin in dem Bestreben unternommen werden, den Einsatz von Google Analytics mit deutschem Recht in Einklang zu bringen, reichen laut dieser Datenschutzexpertin nicht.

Ihre Argumentation ist aus meiner Sicht sehr schlüssig und basiert auf zwei Punkten:

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Marketing

Performance Marketing und Datenschutz muss kein Widerspruch sein

Performance Marketing ist der Versuch:

  1. die Wirkung von Marketing-Maßnahmen zu bestimmen und als Folge davon
  2. zielgerichtet und kosteneffizient die Menschen zu erreichen, die sich für das eigene Angebot interessieren.

Das ist in der Theorie eine gute Sache: Menschen, die das Angebot nicht interessiert, werden damit nicht behelligt.

Das Problem mit Performance Marketing

Aber so wie Performance Marketing heute betrieben wird, endet es im Überwachungskapitalismus. Tracker verfolgen unsere Bewegungen durchs Netz, um Nutzerprofile zu erstellen und diese möglichst effizient an den höchstbietenden Werbetreibenden zu verhökern.