Warum die Wirkung von digitalen Werbekampagnen meistens deutlich schlechter ist als sie ausschaut

Ich bin seit sieben Jahren im Online Marketing unterwegs. In dieser Zeit hat das Tracking von Nutzern mehr und mehr zugenommen (auch wenn ich glaube, dass inzwischen Datenschutz ein Wettbewerbsvorteil ist).

Trotzdem behaupte ich, dass immer noch genauso viel Geld zum Fenster rausgeworfen wird wie vor sieben Jahren. Dazu habe ich zwar keine empirische Studie, aber reichlich anekdotische Beobachtung.

Die Interprationsfähigkeit der gesammelten Daten und das Verständnis für die unterschiedlichen Werbekanäle ist nicht im gleichen Maße gewachsen wie die Masse der Daten. Ich stelle hier mal typische Fehlinterpretationen vor, die mir häufig begegnen:

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Analytics ohne Cookie-Hinweis: So wird Datenschutz zum Wettbewerbsvorteil

Wieder einmal sorgt ein Urteil zum Cookie-Hinweis für hektische Betriebsamkeit bei vielen Website-Betreibern. Die Opt-in-Pflicht für viele Cookies ist jetzt auch für Deutschland vom Bundesgerichtshof bestätigt.

Das Tracking der eigenen Website-Besucher ist damit noch einmal klarer reguliert. Das BGH hat die Rechte der Nutzer gestärkt und dem detaillierten Tracking im Online-Marketing Grenzen gesetzt.

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, sich die Frage zu stellen, ob detailliertes Tracking nicht mehr Schaden bringt als Nutzen stiftet. Ich behaupte, dass es für die allermeisten Websites auch aus ökonomischer Perspektive die klügere Entscheidung wäre, auf datenschutzfreundliche Analysetools zu setzen.

Doch zuerst möchte ich nochmal auf das ganze Elend der Cookie-Hinweise aufmerksam machen.

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Mein nächstes eigenes Projekt: Der Atlas der Selbstständigkeit ist da

Bald ist es schon sieben Jahre her, dass wir unsere Blogbox gestartet haben. Drei Jahre haben wir damals Produkte und Geschäftsmodelle ausprobiert, Teilerfolge gefeiert und viel gelernt.

Ab 2016 war ich dann nur noch mit halber Kraft dabei und habe verwaltet, was wir in den Jahren zuvor aufgebaut hatten. Anfang 2018 bin ich dann komplett ausgestiegen.

Seitdem war ich rein als Dienstleister unterwegs. Das macht auch viel Freude und sorgt für eine warme Mahlzeit am Tag und ein Dach überm Kopf.

Ich hatte und habe tolle Kunden und Partner, die mir viel Freiheit lassen und auch den notwendigen Raum, noch etwas zu lernen. Danke an alle, die sich hier angesprochen fühlen. Ihr seid gemeint!

Aber manchmal fehlte mir trotzdem was. Ich würde gerne an allen Schrauben drehen und manche Dinge anders machen. Auch Sachen machen, die vielleicht nicht komplett zweckrational begründet werden können, die ich aber trotzdem gut finde.

Deswegen bin ich schon länger auf der Suche nach einer Idee, die zu mir passt und die ich zu einem eigenen Projekt ausbauen kann.

Anfang des Jahres habe ich diese Idee gefunden: Darf ich vorstellen?

Hier kommt der Atlas der Selbstständigkeit

Atlas der Selbstständigkeit Logo Kreisversion
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Bringt es eigentlich irgendetwas, Business-Ratgeber zu lesen? Ein Gespräch mit Dennis Fischer.

Ich lese viel und fast alles gern: Fachbücher, Sachbücher und Romane. Business-Ratgeber lese ich inzwischen kaum.

Manchmal finde ich sie zwar unterhaltsam. Aber wenn ich zur Unterhaltung lesen möchte, dann greife ich lieber gleich zum neuesten Lokalkrimi von Rita Falk. Ich habe das Gefühl, dass mich Business-Ratgeber selten weiterbringen.

Aber vielleicht irre ich mich. Deswegen habe ich mir den kompetentesten Gesprächspartner zu diesem Thema gesucht, den zumindest ich mir vorstellen kann: Dennis Fischer.

Dennis Fischer
Dennis Fischer

Ich habe ihn vor ein paar Jahren als Innovationsberater im Media-Lab Bayern kennengelernt. Er hat schon mehr als 500 Business-Ratgeber gelesen und stellt sie auf seinem Blog vor. Inzwischen hat er über die Essenz von Ratgebern auch ein Buch geschrieben: 52 Wege zum Erfolg. Wenn mir jemand den Sinn von Business-Ratgeber erklären kann, dann wohl er.

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Neu bei mir: Die Video-Sprechstunde für Digitalprojekte

Ich arbeite wahnsinnig gerne für Unternehmer. Gerade in der Gründungszeit, wenn die Ideen groß und das Budget klein ist.

Als Berater und Dienstleister muss ich aber auch darauf achten, dass ich mit meiner Zeit klug umgehe. Ich lebe nämlich davon, dass ich meine Arbeitszeit auch abrechnen kann.

In den letzten Wochen haben sich Anfragen mit sehr kleinem Umfang bei mir extrem gehäuft (5 an der Zahl in den letzten drei Wochen). In solchen Fällen verbringe ich mehr Zeit mit der Verwaltung (Definition Projekt, Abstimmung, Rechnung, Buchhaltung) als mit der eigentlichen bezahlten Arbeit.

Deswegen habe ich für mich beschlossen, dass ich solche Projekte in etwas standardisiertere Bahnen lenken muss, damit sich das einigermaßen für mich lohnt und ich solche Aufträge in Zukunft nicht pauschal ablehnen muss.

Ab nächster Woche gibt es deswegen jeden Dienstag um 10 Uhr die Video-Sprechstunde für Digitalprojekte. Als Generalist berate ich da zu allen Themen rund um digitale Produktentwicklung und digitales Marketing. Ich helfe aber auch gerne im speziellen Fall, wenn eine Facebook- oder Google-Ads-Kampagne einen Blick von außen braucht.

Der erste Slot nächste Woche ist schon weg, aber übernächste Woche ist noch zu haben. Hier geht’s zur Reservierung.

Dozent bei der Volkshochschule: 4 Dinge, die ich in 4 Jahren gelernt habe

Gestern stand ich das vorerst letzte Mal vor wissbegierigen Erwachsenen an der Münchner Volkshochschule. Wie so oft hat es Spaß gemacht.

Trotzdem ist es nach ungefähr 4 Jahren und geschätzten 25 Kursen an der Zeit, damit aufzuhören. Die Kurse an der Volkshochschule waren für mich ein schönes Experimentierfeld, um Sachen auszuprobieren und meine Workshops für Unternehmen zu testen.

Dozent bei der VHS
Mein letzter Abend in meinen letzten Kurs als Dozent bei der VHS

Aber jede Lernkurve senkt sich unweigerlich irgendwann. Und mit steigendem Alter zieht sich die verfügbare Zeit zusammen – zumindest ist das mein Gefühl.

Als Abschluss meiner Dozententätigkeit schreibe ich hier vier Beobachtungen auf, die ich bei der Volkshochschule immer wieder gemacht habe:

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Werden Selbstständige in Deutschland strukturell benachteiligt? – Interview mit Andreas Lutz, dem Gründer des VGSD.

Deutschland ist das Land der Angestellten und Beamten. Vielleicht habe ich deswegen häufig das Gefühl, dass ich als Selbstständiger als komischer Sonderfall betrachtet werde.

Ob bei der Beantragung des Elterngeldes, bei der Altersvorsorge oder bei der jährlichen Steuererklärung – wenn es nicht gleich finanziell ungünstiger für mich als Selbstständigen ist, so ist es zumindest deutlich komplizierter.

Benachteiligt fühlt sich wahrscheinlich jeder schnell. Man spürt schließlich nur die Unbequemlichkeiten, die einem selbst widerfahren. Darum wollte ich mal einen Experten dazu befragen, ob es Selbstständige im Vergleich zu Angestellten in Deutschland wirklich schwerer haben.

Wenn einer die Probleme von Selbstständigen im Blick hat, dann wohl Andreas Lutz, der Gründer des Verbandes der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V. (VGSD). Deswegen habe ich ihn getroffen und dazu interviewt. Außerdem habe ich ihn noch zu seinem eigenen Weg vom Angestellten zum Selbstständigen und Verbandsgründer befragt.

Andreas Lutz Portrait
Andreas Lutz bei der Mitgliederversammlung des VGSD im November 2019
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Online weniger Geld verbrennen? Diese 4 Regeln für sinnvolle Analysen helfen.

Nicht nur kleine Unternehmen mit unerfahrenen Leuten versenken viel Geld in Online-Werbung ohne Wirkung. Auch richtig große Firmen spülen ein riesiges Budget die Online-Kanäle runter.

Letzten Monat hat Adidas erklärt, dass das Unternehmen währed der letzten zwei Jahre sehr viel Geld mit Suchmaschinenwerbung verbrannt haben. Sie haben ihren Fehler erst bemerkt, als ihre Suchanzeigen wegen eines technischen Fehlers nicht ausgespielt wurden. Wider Erwarten hat sich das überhaupt nicht auf ihre Umsätze ausgewirkt.

Geld verbrennen
Symbolbild für die Wirkung vieler Online-Werbemaßnahmen

Wie kommen solche teuren Fehler zustande?

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Berufliche Weiterentwicklung: Wohin des Weges, Selbstständiger?

Ich bin selbstständig. Da gibt es keine Beförderung und keinen Karriereweg. Darum ist eine berufliche Weiterentwicklung weder vorgezeichnet noch selbstverständlich.

Wege zur beruflichen Weiterentwicklung
Wo geht es zur beruflichen Weiterentwicklung?

Das letzte Jahr war ich viel in Elternzeit. Doch jetzt unternimmt mein Sohn die ersten Schritte bei einer Tagesmutter. Deswegen habe ich auf einmal mehr Zeit und kann mir über berufliche Weiterentwicklung Gedanken machen.

Grundsätzlich empfinde ich meine Arbeitssituation als angenehm und priviligiert. Jetzt radikal etwas anderes zu machen, dafür gibt es keinen Grund.

Für mich, und auch für die meisten Solo-Selbstständigen, sehe ich diese Entwicklungsmöglichkeiten:

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6 Jahre nach dem Launch unserer Blogbox-App: Was bleibt von einer Gründung?

Samy, Bernhard, Kadir und ich auf der Blogbox-Launchparty

Vor genau 6 Jahren, am 19.09.2013, war die Blogbox-App endlich im App Store verfügbar. Auf diesen Moment hatten wir fünf Macher – Samy Ateia, Bernhard Hering, Kadir Kara, Marco Eisenack und ich – mehr als ein Jahr hingearbeitet.

Mit der Blogbox wollten wir alle guten Blogs Deutschlands in einer schicken Magazin-App versammeln und so Bloglesen in den Mainstream bringen.

Heute gibt es das Unternehmen Blogbox nach wie vor. Und uns glücklicherweise auch. Aber insgesamt sind wir mit diesem Projekt wo anders gelandet, als dort, wo wir uns vor sechs Jahren hinprojeziert hatten.

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