Lesenswerte Links

Selbstständigkeit und Unternehmertum

1.000 True Fans
Kevin Kelly hat die erste Version dieses Essays 2008 geschrieben und damit viele Kreative inspiriert, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Das bekanntestes Beispiel ist Ben Thompson, der mit seinem Blog Stratechery ein sehr gut laufendes Ein-Personen-Business aufgebaut hat. Die Grundaussage des Essays ist einfach: Das Internet ermöglicht die direkte Verbindung von Kreativen zu echten Fans, und das in auch sehr kleinen Nischen. Wenn du 1.000 echte Fans sammelst und diese Fans pro Jahr Produkte im Wert von 100 € kaufen, hast du als Kreativer ein gutes Leben.

Why nobody will steal your shitty start-up idea.
Es gibt sie noch, diese Leute, die erzählen, dass sie eine revolutionäre Geschäftsidee haben, aber nicht verraten, worum es sich handelt. Aber sie werden weniger. Ideen für sich zu behalten ist ein sicheres Zeichen für ein scheiterndes Projekt ohne Glamour. Falls du daran Zweifel hast, einfach den Blogpost überfliegen.

Growth is getting hard from intensive competition, consolidation, and saturation
Es gab in den letzten Jahren wenige überragend erfolgreiche Neugründungen. Andrew Chen, Growth Manager bei uber, erklärt die Gründe. Wir als Konsumenten sind übersättigt und kaum neugierig auf den „neuen heißen Scheiß“, große Firmen haben sich die neuen innovativen Tools und Methoden von Startups abgeschaut und der Wettbwerb um bezahlte Werbung steigt stetig.

Für eine Überrendite im Leben
Geborgen und wohl fühlt sich der Deutsche anscheinend nur in der soliden Festanstellung einer Standard-Karriere. Doch wenn man einmal mit dem geübten Risiko-Blick der Finanzanleger auf die Standard-Karriere blickst, ist die (Teil-)Selbstständigkeit sicherer: Wie bei einem Aktienportfolio setzt man auf unterschiedliche Pferde. Alles auf eine Einkommensquelle zu setzen wie in der Standard-Karriere ist schlechtes Management und nennt man „Klumpenrisiko“. Da ist dann vielleicht mit 45 der Job weg und mit etwas Pech verschwindet die Nachfrage nach den Skills gleich mit.

Passives Einkommen – der große Beschiss
In der Bloggerwelt und in der Online-Marketing-Szene verfolgt einen schnell ein Wort mit verführerischer Wirkung: das passive Einkommen, also Geld, das einem ohne viel eigene Arbeit einfach zufliegt. Momentan ist es in meinem Facebook-Stream geradezu eine Pest. Der erfahrene Marketeer Marco Janck erklärt, warum das Versprechen vom passiven Einkommen meistens ein großer Beschiss ist.

Marketing und Social Media

The Compounding Returns Of Content Marketing
Venture-Capitalist Tom Tunguz legt überzeugend dar, dass gutes Content Marketing nicht wie eine klassische Anzeige wirkt, sondern wie ein Investment. Wenn du jetzt für 24 Stunden eine Anzeige schaltest, bekommst du heute mehr Website-Besucher, aber übermorgen nicht mehr. Ein guter Evergreen-Blogpost bringt dir über lange Zeit neue Besucher, da dieser über Google gefunden wird, er über Verlinkungen Leute zu dir leitet und er auch auf Social Media gefunden wird.

Button colors won’t save your business
Digital unerfahrene Kunden neigen dazu, die Macht von Online-Marketing zu überschätzen. Nur durch du die Veränderung der Button-Farbe deiner Landing Page werden sich deine Verkäufe nicht verdoppeln. Dieser Text ist ein Aufruf, es mit dem dauernden Optimieren im Online-Marketing nicht zu übertreiben. Ein mittelmäßiges Produkt verkauft sich auch mit gutem Online-Marketing mittelmäßig. Nur ein gutes Produkt verkauft sich mit gutem Online-Marketing gut. Also lieber mehr Energie in das Produkt und in den Kontakt mit Kunden stecken.

Eine Social-Media-Strategie mit Hand und Fuss in 60 Minuten!
Eine Facebook-Seite zu starten, nur weil alle inzwischen eine Facebook-Seite haben, ist auch 2018 noch ein schlechter Grund. Vor jeder Aktivität auf Social Media sollte die Erarbeitung einer Strategie stehen. Martin Oswald gibt hier ein Template an die Hand, mit dem das in 60 Minuten gelingt.

Marketing Trumps Sales: How We Built a Million Dollar Business Without Selling
Dave Sevogt hat mit Hubstaff ein erfolgreiches Business aufgebaut, ohne dabei auf klassischen Vertrieb zu setzen. Er glaubt, dass Marketing für die meisten Online-Firmen der beste Weg ist, um Kundenanfragen zu generieren. Die meisten Menschen haben keine Lust und keine Zeit, um am Telefon über irgendwelche Produkte informiert zu werden. Er zeigt den Weg, der Hubstaff Kunden bringt.

Ads Don’t Work That Way
Es gibt Anzeigen, die sollen einen sofortigen Kauf triggern. Ein gutes Beispiel dafür sind die meisten Suchanzeigen: Ich suche auf Google ein spezielles Paar Schuhe und bekomme eine Anzeige eingeblendet, die mich zu einem Shop führt, wo ich genau diese Schuhe kaufen kann. Es gibt aber auch Anzeigen, die nicht auf den sofortigen Kauf zielen, sondern eine Marke mit einem bestimmten Gefühl aufladen sollen. Beispiel hierfür finden sich unter Plakatanzeigen, Fernseh- und Kinowerbungen, vor allem für Autos, Zigaretten und Alkohol. Doch wie passiert es, dass ich Gauloises mit Freiheit und Corona mit Lässigkeit verbinde? Kevin Simler argumentiert, dass dies durch einen Prozess geschieht, den er „Cultural Imprinting“ nennt. Etwas vereinfach ausgedrückt: Ich empfinde mich nicht als besonders lässige Person, wenn ich Corona Bier trinke, weil ich auf einmal unterbewusst Lässigkeit empfinde durch das Bier, sondern weil ich vermute, dass die Anderen Corona mit Lässigkeit verbinden. Durch meine Bierwahl will ich etwas über mich selbst aussagen. Brand Anzeigen stellen sicher, dass diese Aussagen auch ankommen.